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Inkontinenz – kein Grund, auf Lebensfreude zu verzichten
Inkontinenz – kein Grund, auf Lebensfreude zu verzichten

Weit verbreitet, doch wenig bekannt

Inkontinenz oder der unwillkürliche Verlust von Harn oder Stuhl ist das in Westeuropa am meisten verbreitete, jedoch am wenigsten bekannte Gesundheitsproblem. Allein in Deutschland sind sieben bis acht Millionen Menschen auf eine Art und Weise inkontinent. Die Dunkelziffer beläuft sich auf über zehn Millionen.

Zu den Betroffenen gehören Frauen wie Männer jeder Altersgruppe. Für die Betroffenen stellt Inkontinenz ein schwerwiegendes hygienisches und soziales Problem dar. Häufige Folge: Sie meiden den Kontakt zu Ihren Mitmenschen und vereinsamen.

Durch die Versorgung mit modernen Inkontinenzprodukten können Betroffene wieder aktiv am Leben teilnehmen, wobei die Diskretion beim Tragen von Inkontinenzprodukten gewahrt wird.   

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Was ist eigentlich Inkontinenz?

Inkontinenz ist die mangelnde Fähigkeit des Körpers, den Blasen- und/oder Darminhalt zur passenden Zeit an einem passenden Ort selbstbestimmt zu entleeren.

Sollte ich mit einer Blasenschwäche zum Arzt gehen?

Inkontinenz ist keine Krankheit, sondern ein Anzeichen einer Grunderkrankung. Deshalb ist die Diagnose immer durch einen Arzt zu erstellen und eine Therapie festzulegen.

Egal welche Ursache der Inkontinenz zugrunde liegt, ein rechtzeitiger Besuch beim Hausarzt ist ratsam. Er wird eine Diagnose stellen, Sie beraten, eventuell weiter zu einem Facharzt überweisen und Ihnen gegebenenfalls ein Rezept über Inkontinenz-Produkte ausstellen.

Welche Ursachen hat Inkontinenz?

Die Ursachen sind vielfältig. Häufig liegt eine schwache Beckenbodenmuskulatur zugrunde. Bei Frauen spielen Faktoren wie Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre eine wichtige Rolle. Es kommen aber auch andere körperliche Störungen im Bereich der Blase, bestimmte Erkrankungen oder Medikamente als Ursache infrage (Arzneimittel können bei älteren Menschen die Harnblase schwächen).

Welche Arten von Inkontinenz gibt es?

Man unterscheidet zwischen fünf Formen der Inkontinenz. Die Einordnung in die richtige Form erleichtert Fachberatern die Auswahl der richtigen Hilfsmittel im Umgang mit der Inkontinenz. Neben den unterschiedlichen Kategorien tritt Blasenschwäche aber auch in verschiedenen Schweregraden auf.

  • Bei der Stress- beziehungsweise Belastungsinkontinenz spricht man meistens von einem geringen Urinverlust, der tröpfchenweise durch schweres Heben, Husten, Lachen oder Niesen ausgelöst wird.
  • Extraurethrale Inkontinenz bedeutet Urinverlust außerhalb der Harnröhre, beispielsweise durch eine Fistel.
  • Bei Unkategorisierbarer Inkontinenz findet ein beobachtbarer, unfreiwilliger Urinverlust statt, der auf der Basis von Symptomen oder Befunden nicht eindeutig zuzuordnen ist.
  • Von einer Dranginkontinenz ist die Rede, wenn ein geringer Urinverlust bis zur spontanen Totalentleerung der Blase stattfindet. Es erfolgt ein häufiges Wasserlassen schon bei geringen Mengen von Flüssigkeit in der Blase und der Harndrang ist häufig Tag und Nacht vorhanden.
  • Die Chronische Harnretention betrifft häufiger Männer. Hierbei ist beispielsweise durch eine altersbedingte Vergrößerung der Prostata die Harnröhre eingeengt; der Urin staut sich in der Blase, so dass sich Restharn bildet und eine Infektionsgefahr besteht.

Was lässt sich dagegen tun?

Eine moderne Inkontinenzversorgung mit speziellen Produkten (Einlagen, Slips, Pants, Unterhosen) trägt erheblich zur Förderung der Selbstständigkeit, des Wohlbefindens und damit zu mehr Lebensqualität bei. Durch die Versorgung mit Inkontinenzprodukten – die übrigens äußerst diskret, sprich nicht zu sehen sind – können Betroffene (wieder) aktiv und selbstbewusst am Leben teilnehmen

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